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Wie funktioniert die Gruppen-Krankenversicherung? Klar erklärt

Der Kern der Gruppen-Krankenversicherung in einem Satz: Das Unternehmen gibt mit einem Vertrag seinem Team Zugang zu privater Gesundheitsversorgung, und die Mitarbeiter kommen ohne Warteliste zu Facharzt, Labor und Diagnostik. Im Folgenden gehen wir durch, wie eine solche Konstruktion aufgebaut ist – ohne Fragebögen und Kleingedrucktes, so wie wir es einem Geschäftsführer bei einem Kaffee erzählen würden.

Wer schließt ab, und wer ist versichert?

Versicherungsnehmer ist immer das Unternehmen, versichert sind die Mitarbeiter – abschließbar typischerweise schon ab 2 Personen, mit je Versicherer unterschiedlichen Beitrittsregeln. Die Gruppenkonstruktion funktioniert typischerweise ohne individuelle Gesundheits-Risikoprüfung; bei kleineren Gruppen und bei den höheren (stationären, operativen) Deckungen können die Versicherer jedoch eine Gesundheitserklärung verlangen und ein Beitrittsalter, Wartezeiten oder den Ausschluss bereits bestehender Erkrankungen vorsehen – das prüfen wir bei jedem Angebot gesondert. Deshalb bekommen auch Kollegen Deckung, die einzeln schwer oder nur teuer versichert würden.

Was enthält ein Paket?

Der Kern der Pakete ist die ambulante Facharztversorgung: Facharztuntersuchungen, Labor, Diagnostik – mit telefonischer Terminorganisation. Darauf bauen je Stufe die weiteren Elemente: Bildgebung (MRT, CT), jährliche Vorsorgeprogramme, Physiotherapie, Zahnbudget, stationäre und operative Deckungen, zweite ärztliche Meinung. Wichtig: Der Inhalt hängt von der gewählten Paketstufe ab – der Markt kennt vier typische Stufen, und auch innerhalb des Unternehmens sind eigene Stufen für Führung, mittleres Management und Belegschaft möglich.

Wie nutzt es der Mitarbeiter?

In der Praxis ruft der Kollege nicht den Versicherer an, sondern den Versorgungskoordinator auf einer dedizierten Nummer: Dort wird ihm ein Termin in einer der Privatkliniken des Partnernetzes gebucht. Bei Netzwerkpaketen zahlt der Versicherte typischerweise nicht vor Ort – die Abrechnung läuft zwischen Versicherer und Klinik, bis zum in den Bedingungen festgelegten Limit und einem eventuellen Selbstbehalt. Bei Kostenerstattungselementen ist die Arztwahl frei: Der Kollege geht zum gewohnten Arzt, und der Versicherer erstattet die Rechnung nach den Bedingungen im Nachhinein.

Was kostet sie, und wie wird sie besteuert?

Die Prämie beginnt bei einigen tausend Forint pro Person und Monat; der genaue Betrag hängt von Mitarbeiterzahl, Alterszusammensetzung und gewähltem Inhalt ab. Die Besteuerung ist – bei einem echten Gruppenvertrag mit ungeteilter Prämie, bei dem sich der auf eine versicherte Person entfallende Prämienanteil auch durch anteilige Aufteilung nicht ermitteln lässt – ausgesprochen günstig: Als sogenannte einzeln bestimmte Zuwendung beträgt die Gesamtabgabe 33,04 %, die ausschließlich das Unternehmen zahlt – beim Mitarbeiter fällt weder Steuer noch Beitrag an. Ausführlich in unserem Steuerartikel.

Wo kommt der unabhängige Makler ins Bild?

Neun Krankenversicherer bieten Gruppenkonstruktionen an, mit deutlich unterschiedlichem Inhalt, Netz und Kleingedrucktem. Als unabhängiger Makler lassen wir alle gegeneinander antreten und übergeben die Angebote in einer einzigen verständlichen Tabelle – die Entscheidung ist so eine Besprechung, nicht neun PDFs. Auch nach dem Abschluss können Sie sich an uns wenden: Vorlagen für Personaländerungen, eine Prüfung des Indexierungsbriefs, wenn Sie sich vor der Hauptfälligkeit melden, und bei festgefahrenen Leistungsfällen Unterstützung gegenüber dem Versicherer, soweit wir können.

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