Im Jahrestagsbrief steht eine einzige Zahl – der Index –, aber dahinter arbeiten drei sehr verschiedene Faktoren. Wer sie entwirren kann, kann auch über sie verhandeln. (Wann und wie zu handeln ist, behandelt der Entscheidungs-Artikel – hier geht es unter die Motorhaube.)
Die Preise der Privatmedizin steigen typischerweise schneller als die allgemeine Inflation: Arztgehälter, Geräte, Klinikkapazität – alles verteuert sich. Das ist der „objektive Kern“ des Index: ganz vermeiden lässt er sich nicht, aber sein Maß ist mit Marktreferenzen vergleichbar – wenn Sie sich vor der Hauptfälligkeit melden, erstellen wir diesen Vergleich.
Der Versicherer schaut auch, wie viel das Portfolio „genutzt" hat: das Verhältnis der eingezahlten Prämien zu den ausgezahlten Leistungen. Bei hoher Nutzung steigt der Index – das ist die Logik des Systems. Eine wichtige Nuance: Hohe Nutzung ist keine schlechte Nachricht, sondern ein Zeichen, dass der Benefit funktioniert; dann ist die Antwort nicht unbedingt die Annahme der Erhöhung, sondern die Feinjustierung der Paketstruktur (Limits, Module umordnen).
Und es gibt, was weder Inflation noch Schadenquote ist: Preisentscheidungen auf Portfolioebene, Marktpositionierung. Das ist das verhandelbare Band – hier zählt wirklich, ob hinter dem Kunden jemand steht, der auch die Preisbewegungen der anderen acht Versicherer sieht.
Bei unseren Kunden stellen diese drei Fragen wir – der Jahrestag ist so kein Brief, sondern ein Prozess, an dessen Ende entweder ein fairer Index oder ein besseres Paket steht.
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