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Jahrestags-Indexierung: Woraus setzt sich die Prämienerhöhung zusammen?

Im Jahrestagsbrief steht eine einzige Zahl – der Index –, aber dahinter arbeiten drei sehr verschiedene Faktoren. Wer sie entwirren kann, kann auch über sie verhandeln. (Wann und wie zu handeln ist, behandelt der Entscheidungs-Artikel – hier geht es unter die Motorhaube.)

Faktor 1: die Gesundheitsinflation

Die Preise der Privatmedizin steigen typischerweise schneller als die allgemeine Inflation: Arztgehälter, Geräte, Klinikkapazität – alles verteuert sich. Das ist der „objektive Kern“ des Index: ganz vermeiden lässt er sich nicht, aber sein Maß ist mit Marktreferenzen vergleichbar – wenn Sie sich vor der Hauptfälligkeit melden, erstellen wir diesen Vergleich.

Faktor 2: die Schadenquote

Der Versicherer schaut auch, wie viel das Portfolio „genutzt" hat: das Verhältnis der eingezahlten Prämien zu den ausgezahlten Leistungen. Bei hoher Nutzung steigt der Index – das ist die Logik des Systems. Eine wichtige Nuance: Hohe Nutzung ist keine schlechte Nachricht, sondern ein Zeichen, dass der Benefit funktioniert; dann ist die Antwort nicht unbedingt die Annahme der Erhöhung, sondern die Feinjustierung der Paketstruktur (Limits, Module umordnen).

Faktor 3: die Geschäftspolitik

Und es gibt, was weder Inflation noch Schadenquote ist: Preisentscheidungen auf Portfolioebene, Marktpositionierung. Das ist das verhandelbare Band – hier zählt wirklich, ob hinter dem Kunden jemand steht, der auch die Preisbewegungen der anderen acht Versicherer sieht.

Was auf den Indexbrief zurückfragen?

Bei unseren Kunden stellen diese drei Fragen wir – der Jahrestag ist so kein Brief, sondern ein Prozess, an dessen Ende entweder ein fairer Index oder ein besseres Paket steht.

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