Im Leben jedes Gruppenvertrags kommt einmal jährlich der Moment: Die Jahrestags-Mitteilung mit der neuen Prämie trifft ein. Die meisten Unternehmen können dann zwei Fehler machen: aus Reflex annehmen oder aus Reflex kündigen. Beides kann Geld kosten.
Hinter der Jahrestags-Erhöhung stehen typischerweise drei Faktoren: die Preisinflation der Gesundheitsleistungen, die Schadenquote des Portfolios (wie viel das Team genutzt hat) und die Geschäftspolitik des Versicherers. Die ersten zwei sind objektiv – die dritte ist verhandelbar.
Bewegt sich die Erhöhung in der Größenordnung der Gesundheitsinflation und war die Nutzung nicht herausragend, ist der Index typischerweise fair – dann können die Wechselkosten (neue Wartezeiten, Umstellungsreibung) mehr kosten, als sie bringen. Vor der Annahme lohnt sich aber immer der Expertenblick.
Bringt die Verhandlung kein faires Ergebnis, ist die Neubefragung des Marktes das wirksamste Argument – bei neun Versicherern ist das echter Wettbewerb. Wichtig: Die Neuausschreibung bedeutet keinen automatischen Wechsel; oft bringt schon die Tatsache des Wettbewerbs den bestehenden Versicherer ins faire Band zurück.
Die Mitteilung bekommen Sie – wenn Sie sich vor der Hauptfälligkeit melden, erstellen wir die Analyse: Ist der Index fair, im Vergleich wozu, was ist der Spielraum. Muss gehandelt werden, genügt eine weitergeleitete E-Mail, und wir führen die Verhandlung. So ist der Jahrestag kein Risiko, sondern ein jährlich wiederkehrender Optimierungspunkt.
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