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Gehaltserhöhung oder Krankenversicherung? Was die Zahlen sagen

Wenn ein Unternehmen ein Budget für die Wertschätzung des Teams einplant, ist die Reflexantwort die Gehaltserhöhung. Nur ist dasselbe Budget nicht in jeder Form gleich viel wert – weder dem Unternehmen noch dem Mitarbeiter. Sehen wir es uns sachlich an.

Die Kostenseite: über 20 % Unterschied

Sollen beim Mitarbeiter 100.000 Ft an Wert ankommen, kostet das als Gehalt – hochgerechnet – das Unternehmen 169.925 Ft, als Gruppen-Krankenversicherung 133.040 Ft. Der Grund liegt in der Besteuerung: Die Abgabenlast des Gehalts liegt bei fast 70 %, die der Gruppenversicherung bei 33,04 %, die zudem allein das Unternehmen trägt. Das Verhältnis ist bei jedem Budget dasselbe – die detaillierte Herleitung in unserem Steuerartikel.

Die Wertseite: Woran erinnert sich das Team?

Die Gehaltserhöhung ist wichtig und nötig – aber in wenigen Monaten „baut sie sich ein": Der neue Betrag wird zur Normalität, die Motivationswirkung nutzt sich ab. Die Krankenversicherung funktioniert anders: Bei jedem Arzttermin, bei jeder Vorsorge „übergibt sie sich neu". Wer schon Monate auf eine Untersuchung gewartet hat, weiß genau, was es wert ist, über die Firma binnen Tagen dranzukommen.

Was das Gehalt nicht kann

Wann ist doch die Gehaltserhöhung besser?

Ehrlich: Liegen die Gehälter deutlich unter dem Markt, ist zuerst das zu richten – ein Gehaltsrückstand lässt sich nicht mit Benefits kompensieren. Die Krankenversicherung wirkt dann richtig, wenn sie auf ein wettbewerbsfähiges Grundgehalt aufsetzt, als „nächster Forint" des Budgets. Die beiden spielen nicht gegeneinander: Die Frage ist immer, wo der jeweilige nächste Forint mehr erwirtschaftet.

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